Die Curtiss P-36 Hawk (Exportbezeichnung Hawk 75) war ein einmotoriges amerikanisches Jagdflugzeug der späten 1930er Jahre von Curtiss-Wright. Sie war eines der letzten Jagdflugzeuge mit offener Cockpit-Option und stellte einen Übergang zwischen den Doppeldecker-Jägern und modernen Eindecker-Jagdflugzeugen dar.
Geschichte:
Die Entwicklung begann Mitte der 1930er Jahre, der Erstflug des Prototyps fand am 6. Mai 1935 statt. Die P-36 wurde 1938 von der US Army Air Corps übernommen, wurde aber bald durch modernere Typen wie die P-40 ersetzt. Als Hawk 75 wurde sie erfolgreich exportiert – besonders die französische Luftwaffe bestellte große Stückzahlen. Insgesamt wurden über 1.300 Exemplare aller Versionen gebaut.
Technische Daten (Hawk 75A-1):
- Besatzung: 1 Pilot
- Länge: 8,77 m
- Spannweite: 11,38 m
- Höhe: 2,87 m
- Leermasse: 2.040 kg
- Max. Startmasse: 2.840 kg
- Antrieb: 1 × Pratt & Whitney R-1830-SC-G Twin Wasp Doppelsternmotor mit 900 PS (671 kW)
- Höchstgeschwindigkeit: 489 km/h
- Reichweite: 1.046 km
- Dienstgipfelhöhe: 10.060 m
- Bewaffnung: 4 × 7,5-mm-MG (französische Version: 4 × MAC 1934)
Konstruktion und Technik:
Die Hawk war ein Ganzmetall-Tiefdecker mit einziehbarem Fahrwerk. Das Design war robust und wartungsfreundlich. Die amerikanische Version hatte ein R-1830 Twin Wasp Triebwerk, die französische Exportversion (75A-1) oft einen Cyclone-Motor. Die Bewaffnung bestand aus Maschinengewehren in den Tragflächen und im Rumpf.
Einsatz:
Die französische Armée de l'Air setzte die Hawk 75 ab 1939 gegen die deutsche Luftwaffe ein und erzielte beachtliche Erfolge im Kampf gegen Messerschmitt Bf 109. Nach der französischen Niederlage 1940 übernahmen andere Nationen wie Großbritannien, Finnland und China die vorhandenen Maschinen. Die Hawk bewährte sich durch Wendigkeit und Robustheit, war aber den modernsten Jagdflugzeugen unterlegen.
Dieses Exponat ist im Imperial War Museum Duxford ausgestellt.