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Die Lockheed P-38 Lightning war ein amerikanisches zweimotoriges Langstrecken-Jagdflugzeug des Zweiten Weltkriegs, hergestellt von Lockheed. Sie war bekannt für ihre ungewöhnliche Doppelrumpf-Konstruktion und diente als Jäger, Jagdbomber und Aufklärer sowohl im Pazifik als auch in Europa.
Geschichte:
Die Entwicklung begann 1937 als Reaktion auf eine USAAC-Ausschreibung für einen Höhenjäger. Der Erstflug fand am 27. Januar 1939 statt, die Indienststellung erfolgte 1941. Die P-38 war das einzige amerikanische Jagdflugzeug, das während des gesamten Krieges produziert wurde. Sie erzielte besonders im Pazifik große Erfolge – die beiden erfolgreichsten amerikanischen Jagdflieger Richard Bong (40 Abschüsse) und Thomas McGuire (38 Abschüsse) flogen P-38. Insgesamt wurden 10.037 Exemplare gebaut.
Technische Daten (P-38L):
- Besatzung: 1 Pilot
- Länge: 11,53 m
- Spannweite: 15,85 m
- Höhe: 3,00 m
- Leermasse: 5.800 kg
- Max. Startmasse: 9.798 kg
- Antrieb: 2 × Allison V-1710-111/113 V-Motoren mit je 1.475 PS (1.100 kW) + Turbolader
- Höchstgeschwindigkeit: 666 km/h
- Reichweite: 2.100 km (bis zu 4.200 km mit Zusatztanks)
- Dienstgipfelhöhe: 13.400 m
- Bewaffnung: 1 × 20-mm-Kanone + 4 × 12,7-mm-MG in der Nase
- Zuladung: bis zu 1.451 kg Bomben oder Raketen
Konstruktion und Technik:
Die P-38 hatte eine einzigartige Doppelrumpf-Konfiguration mit zwei Allison-V-Motoren mit Turboladern. Die zentrale Gondel enthielt Cockpit und Bewaffnung, was präzises Zielen ermöglichte (keine Flügel waffen-Konvergenz nötig). Die gegenläufigen Propeller eliminierten Drehmomenteffekte. Das dreirädrige Fahrwerk war fortschrittlich. Die große Reichweite machte sie ideal für den Pazifik.
Einsatz:
Die P-38 eskortierte Bomber über Europa und Japan, führte Jagd- und Bodenkampfeinsätze durch. Der erfolgreichste Einsatz war die Operation Vengeance 1943, bei der P-38 Admiral Yamamoto abfingen und abschossen. Als Jagdbomber zerstörte sie mehr japanische Schiffe und Flugzeuge als jedes andere Flugzeug. Die Deutschen nannten sie "Gabelschwanz-Teufel".
Dieses Exponat ist im Imperial War Museum Duxford ausgestellt.