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Die Messerschmitt Bf 108 Taifun (umgangssprachlich auch Me 108 genannt) ist ein viersitziges einmotoriges Leichtflugzeug des deutschen Herstellers Bayerische Flugzeugwerke (BFW) bzw. der Messerschmitt AG. Das Flugzeug wurde ursprünglich als Wettbewerbsflugzeug konzipiert und später zu einem luxuriösen Schnellreiseflugzeug weiterentwickelt. Es gilt als technologisch seiner Zeit weit voraus und legte den Grundstein für den weltberühmten Jagdflugzeug Bf 109.
Der Erstflug der Bf 108 A fand am 13. Juni 1934 in Oberpfaffenhofen statt. Bis 1945 wurden insgesamt rund 885 Exemplare gebaut, die meisten für die Luftwaffe der Wehrmacht als Verbindungs- und Umschulungsflugzeuge. Auch nach dem Krieg wurde das Muster bei der französischen SNCAN unter den Bezeichnungen Nord 1001 und Nord 1002 Pingouin weitergebaut.
Den Beinamen „Taifun" erhielt das Flugzeug von der deutschen Sportfliegerin Elly Beinhorn, die am 6. August 1936 mit einer Bf 108 an einem einzigen Tag drei Kontinente überquerte und dabei 3.750 km zurücklegte.
Konstruktive Merkmale
- Freitragender Tiefdecker in Ganzmetallbauweise (Dural)
- Einziehbares Hauptfahrwerk
- Automatische Handley-Page-Vorflügel (rein aerodynamisch betätigt)
- Start- und Landeklappen für kurze Pisten
- Anklappbare Tragflächen (B-Versionen)
- Doppelsteuer – von beiden Vordersitzen steuerbar
Technische Daten (Bf 108 B)
| Kenngröße | Wert |
|---|---|
| Besatzung | 1 Pilot + 3 Passagiere |
| Länge | 8,29 m |
| Spannweite | 10,62 m |
| Höhe | 2,85 m |
| Leermasse | 880 kg |
| Max. Startmasse | 1.380 kg |
| Höchstgeschwindigkeit | 303 km/h |
| Reisegeschwindigkeit | 265 km/h |
| Dienstgipfelhöhe | 5.000 m |
| Reichweite | 1.000 km |
| Triebwerk | Argus AS 10 C, 176 kW (240 PS) |