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Die Polikarpow I-16 (russisch: Поликарпов И-16) war ein sowjetisches Jagdflugzeug aus den 1930er-Jahren mit einem luftgekühlten Neunzylinder-Sternmotor. Der im Zentralen Konstruktionsbüro unter Nikolai Polikarpow entwickelte Tiefdecker in Gemischtbauweise war das erste in Serie gefertigte Jagdflugzeug der Welt mit einziehbarem Fahrwerk. Der Erstflug erfolgte am 31. Dezember 1933 mit Waleri Tschkalow als Pilot.
Die I-16 war für die 1930er-Jahre revolutionär und übertraf bei ihrer Einführung alle bekannten Jagdflugzeuge in der Höchstgeschwindigkeit. Im Spanischen Bürgerkrieg wurde sie ab Oktober 1936 von der Sowjetunion an die spanischen Republikaner geliefert und dort „Mosca" (Fliege) genannt, von den Nationalisten hingegen abwertend „Rata" (Ratte). Sie bewährte sich gegen die Doppeldecker der Putschisten und die frühen Versionen der Messerschmitt Bf 109. Insgesamt wurden 157 Maschinen der Typen 5 und 6 sowie 136 Stück vom Typ 10 nach Spanien geliefert.
Zu Beginn des „Großen Vaterländischen Krieges" 1941 war die I-16 der meistverwendete Jäger der sowjetischen Luftstreitkräfte, war aber gegen die modernen deutschen Jagdflugzeuge bereits hoffnungslos veraltet. Ende 1943 wurde sie endgültig aus dem Fronteinsatz zurückgezogen. Insgesamt wurden 8.643 Maschinen gebaut, davon 1.639 als zweisitzige Trainerversion UTI-4.
Technische Daten (I-16 Typ 24):
Besatzung: 1
Länge: 6,04 m
Spannweite: 8,88 m
Höhe: 2,41 m
Flügelfläche: 14,87 m²
Leergewicht: 1.475 kg
Abfluggewicht: 1.912 kg
Triebwerk: Schwezow M-62, Neunzylinder-Sternmotor, 746 kW (1.000 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 489 km/h in 3.000 m Höhe
Reichweite: 400–600 km
Dienstgipfelhöhe: 9.470 m
Bewaffnung: vier 7,62-mm-MG SchKAS oder zwei SchKAS und zwei 20-mm-MK SchWAK
Ein Exemplar der Polikarpow I-16 in republikanischen Farben ist im Museo del Aire (Museo de Aeronáutica y Astronáutica) in Madrid, Cuatro Vientos, ausgestellt.